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Schloss Nymphenburg

Das Schloss Nymphenburg und sein Park zählt zu den schönsten Schlossanlagen der Welt.

Im Jahr 1664 gab Kurfürst Ferdinand Maria das Schloß als Geschenk an seine Frau Adelheid von Savoyen in Auftrag, da sie dem Kurfürst den langersehnten Thronerben Max Emanuel geboren hatte. Bis 1918 war das Schloss und seine Anlage im Besitz der Wittelsbacher, auch König Ludwig II. wurde 1845 dort geboren.

Nach einer Revolution in 1918 kam Nymphenburg dann in Staatseigentum. Die Wittelsbacher haben aber bis heute Wohnrecht in den drei Mittelgebäuden. Derzeit wohnt dort Herzog Franz von Bayern. Das Schloss galt lange Zeit als Sommerresidenz“ der Wittelsbacher.

Das Schloss blieb zum Glück im zweiten Weltkrieg verschont und wurde nicht zerstört. Nur die Schlosskapelle bekam einen Volltreffer ab.

Zur Baugeschichte gibt es ausführliche Berichte. Hier nur eine grober Überblick:

Das Schloss wurde durch Agostini Barelli erbaut. Der Bau dauerte von 1664 bis 1675 an. Im Laufe der Zeit wurde es immer wieder erweitert und umgestaltet. Max Emanuel ließ um 1702 bis 1704 von Enrico Zuccalli einiges umbauen und erweitern. Die Schlosskapelle erbaute Viscardi in 1713. Die Fassaden wurden 1716 von Joseph Effner nach französischem Vorbild verändert.

Auch Kurfürst Karl Albrecht ließ noch einiges dazubauen, weiter beteiligt waren auch noch Maximilian III., der Francois de Cuvilliés mit dem „Steinernen Saal“ im Hauptbau beauftragte, Kurfürst Karl Theodor und Leo von Klenze.

Ausführliches zur Baugeschichte des Schlosses können Sie > hier < nachlesen.

 

Nymphenburger Schlosspark

Der Schlosspark, einer der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands bildet mit dem Schloss Nymphenburg und den Parkburgen eine Einheit. Die Parkanlage wird an ihrer östlichen, der Stadt zugewandten Seite vom Nymphenburger Schloss mit dem vorgelagerten Schlossrondell begrenzt. Alle anderen Seiten werden von der historischen Gartenmauer umschlossen. Im Norden schließt sich der Botanische Garten an.

Vorbilder für den Park waren die französischen Gärten von Schloss Vaux-le-Vicomte und Schloss Versailles. Später wurde der Park durch Friedrich Ludwig Schkell umgestaltet. Er hat innerhalb der Gartenmauer eine Größe von 180 Hektar, die Fläche der gesamten Anlage beträgt 229 Hektar.

Die Gestaltung des Parkes kann man sich ungefähr, wie folgt, vorstellen:

Der Landschaftspark wird durch den Mittelkanal in zwei Bereiche geteilt. Der Kanal erhält von Westen die Wasserzufuhr von der Würm.

Vom Westen bringt der Würmkanal das gesamte Wasser, das über das Kanalsystem den Park durchfließt. Durch die sogenannte "große Kaskade" wird ein großer Teil des Wassers geleitet. Die große Kaskade wurde von Joseph Effner 1717 erbaut und gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch Erweiterungen, z. B. durch Anbringungen von Skulturen, vollendet.

Im nördlichen Teil befindet sich der „Kleine See“ mit der „Pagodenburg“.
 

Unter Leitung von Joseph Effner wurde die Pagodenburg als maison de plaisance um 1716 bis 1719 erbaut. 1767 wurde sie durch François Cuvilliés d. Ä. in der Art des Rokokos überarbeitet.  

Im südlichen Teil befinden sich der „Große See“ mit „Apollotempel“ und „Badenburg“. Den Apollotempel plante Leo von Klenze, erbaut wurde er von Carl Mühlthaler (1862-65). Innen findet man eine Mamorstelle mit einer Widmung Ludwig I. Die Badenburg wurde von Joseph Effner von 1718 bis 1722 erbaut. Die Mitglieder des Hofes konnten in der Badenburg komfortabel ein Bad genießen, dies war ein willkommener Luxus.

      
großer See                                                                                         Badenburg

       
Apollotempel                

Die Amalienburg liegt im südöstlichen Parkteil im sogenannten Amalienburger Garten:

Die Amalienburg diente als Jagdschlösschen und wurde nach Plänen von François Cuvilliés d. Ä. von 1734 bis 1739 erbaut.

Zur Geschichte:

Als 1664 das Schloss begonnen wurde, zu bauen, wurde gleichzeitig auch ein Garten mitgeplant und gestaltet. Ab 1702 begannen Erweiterungen und Veränderungen des Gartens im Stil des französischen Barocks. Hier war Charles Carbonet maßgeblich daran beteiligt. Noch großzügiger ausgestaltet wurde der Park ab 1715 von Dominique Girard, einem Schüler von André Le Notres, dem Schöpfer des Versailler Parks und Joseph Effner, einem Schüler von Germain Boffrand.

Die heutige Gestalt erhielt der Park aber von Friedrich Ludwig Sckell. Die Arbeiten dauerten von 1799 bis 1823.

Einen ausführlichen Bericht zur Geschichte des Parks und den Bauwerken können Sie < hier > nachlesen.

Und hier noch eine kleine Galerie mit gesammelten Bildern vom Schlosspark:

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Für mich, wie für jeden anderen, der in Neuhausen/Nymphenburg aufgewachsen ist, hat das Schloss und der Park eine große Bedeutung. Gibt es denn etwas romantischeres als ein Schloss und die dazugehörigen Parkanlagen? Das Besondere am Nymphenburger Schlosspark sind die vielen Stationen, die man im Park ansteuern kann, sei es der Apollotempel, die Badenburg oder etwa die Pagodenburg. Die Anlage hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Schon als Kind faszinierte mich das Schloss und der dazugehörige Park, obwohl ich damals nur selten mit meinen Eltern dorthin kam.

Wenn Besuch kam, wurde dieser natürlich als erstes in den Schlosspark mitgenommen. Meine Eltern haben einen Schrebergarten beim Kapuzinerhölzl und so bin ich später als Heranwachsende dann des öfteren am Schloss vorbeigeradelt und jedes Mal hielt ich auf der Brücke, von der man einen schönen Blick auf das Schoss hat, inne und bestaunte die Anlage. Dies ist auch heute noch so. Man kann sich eigentlich nicht daran sattsehen und ich hoffe, dass das auch immer so bleiben wird und dass der Schlosspark nie an Faszination für mich verliert.

Da man jedes Mal wieder etwas anderes im Park entdeckt, sei es ein seltener Vogel oder ein Reh, das sich scheu zwischen den Bäumen versteckt oder man einfach nur eines der vielen wunderschönen "Flecken" im Park wieder einmal aufsuchen möchte, kann ich mir aber nicht vorstellen, dass ich irgendwann den Park satt bekommen könnte. Es gibt sehr viele alte Bäume im Park, die mittlerweile unter Naturschutz stehen und manche haben sogar einen hohlen Stamm, der den "Vögeln der Nacht" (Fledermäuse) Unterschlupf gewährt. Bitte stört sie nicht in ihrer Ruhe.

Viele Freizeitaktivitäten kann man im und um den Park gestalten. Sei es, die mitgebrachte Brotzeit auf einer der unzähligen Parkbänken zu genießen, sei es, sich im "Laufen" zu üben, sei es mit seine/r/m Liebsten in einem ruhigen Eck die romantische Stimmung in sich aufzunehmen oder einfach ein Buch zu lesen. Natürlich kann man sich auch ausgiebig über Kunstgegenstände und Geschichte des Schlosses und des Parks informieren und entdecken. Hinter der Schlossmauer, außerhalb des Parkes kann man Radfahren, seine Decken ausbreiten und trifft so manchen Hundefreund. Im Winter gibt es "Schlittschuhlauf" auf dem großen See bei der Badenburg auf eigene Gefahr und überwacht am anderen Ende des Kanals beim Hubertusbrunnen oder "Eisstockschießen" am Kanal vor dem Schloss.

Hier noch eine Linksammlung zum Nymphenburger Schlosspark - sollten Sie noch einen Link kennen, würde ich mich freuen, wenn Sie mich darüber informieren könnten:

Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser: http://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/objekte/ny_schl.htm

Veranstaltungsort Hubertus- und Orangeriesaal: http://www.hubertussaal.de/

Kleine Internetseite von Ronald Mauthe: http://www.schlossparknymphenburg.de/

Das Musem Mensch und Natur beim Schloss http://www.musmn.de/start.htm

Kultur im Park: http://www.tango-a-la-carte.de/

Schlossparkfreunde Nymphenburg: http://www.schlosspark-freunde-nymphenburg.de/

Seit 2008 gibt es auch eine Oper in Nymphenburg: http://www.operanymphenburg.de/

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