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Der Arnulfpark
Neuhausen ist in den letzten Jahren um einen Park reicher geworden: den „Arnulfpark“. Früher wurde das Gebiet als Containerbahnhof genutzt, auch gab es regelmäßig an den Wochenenden einen großen Flohmarkt. Im Jahr 2004 wurde von der Immobiliengesellschaft Vivico zusammen mit Wohnbauträgern und weiteren gewerblichen Investoren mit der Bebauung des Gebietes begonnen. Der Arnulfpark liegt zwischen Arnulfstraße, Donnersbergerbrücke und Hackerbrücke. Bis zur Fertigstellung sollen dort insgesamt 1.000 Wohnungen und 4.300 Arbeitsplätze entstanden sein. Der Park ist bereits fertiggestellt. Man kann entlang der Bahngleise bis zum Hauptbahnhof durch den Park marschieren und hat dabei einen Blick auf die Frauentürme und die Türme der St. Pauls Kirche. Dazwischen gibt es einige Spielplätze und Sitzmöglichkeiten. Die Bäume sind zwar noch ein wenig klein und mickrig aber in ein paar Jahren wird der Park schon viel grüner aussehen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang sehr skeptisch war, da mir die Bauweise der Häuser nicht so gut gefallen hat, aber bei meinem ersten Spaziergang war ich angenehm überrascht. Es sieht auf alle Fälle besser als vorher aus und es gibt einen autofreien Spazierweg mehr in München. Vorher sah das Gebiet neben den Gleisen eher wie eine Mondlandschaft aus, es war ein wenig heruntergekommen. Schön fand ich vor allem den Blick auf die Frauentürme, ich hoffe, dass dieser Blick nicht verbaut wird. Neben der Donnersbergerbrücke am Anfang des Arnulfparks befindet sich der neu entstandene Rainer-Werner-Fassbinder-Platz, der am 12.10.07 eröffnet wurde. Der Platz wurde nach einem der bedeutendsten deutschen Regisseure benannt, Rainer Werner Fassbinder, der kurz nach seiner Geburt mit seinen Eltern von Bad Wörishofen nach München zog und 1982 mit erst 37 Jahren in München gestorben ist. Ausführliche Informationen zu seinem Leben und seine Werke können unter www.fassbinderfoundation.de nachgelesen werden. Auf dem Platz findet man ein Kunstwerk und zwar den „Asphaltsee“, ein Bodenrelief das ca. 400 qm groß ist und in dem Filmtitel und Zitate Fassbinders eingeprägt sind. Gestaltet hat den Asphaltsee ein Künstler namens Wilhelm Koch aus Amberg, der bekannt wurde durch sein Luftmuseum in Amberg und der Asphaltkapelle. Einen Bericht zur Einweihung gab es im Neuhauser Anzeiger vom 17.10.07 mit einigen Fotos. Was noch viel interessanter ist: Dort ist u. a. ein neuer Kulturort entstanden: Die Freiheizhalle und zwar wurde das alte Heizkraftwerk renoviert und erweitert und dort gibt es nun Kulturveranstaltungen aller Art. Von Kabarett, Theater, Konzerten, Lesungen bis hin zur Tanzveranstaltung. Am 29.10.07 fand die offizielle Eröffnung mit Josef Hader, Erwin Pelzig und Kay Ray u. v. m. statt. Sämtliche Informationen und das aktuelle Programm der Freiheizhalle findet man unter: www.freiheiz.com. Hier einige selbst fotografierte Eindrücke des Arnulfparks:
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