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Der
heutige Stadtteil Neuhausen entstand etwa um 900
n. Chr. Durch das
Wachstum der Bevölkerung siedelten sich damals die Menschen
auf kargem,
steinigen Grund an. In einer Urkunde des Klosters Schäftlarn wurde der Name des
Ortes das
erste Mal erwähnt. Ein Herr Roudolfus de Niwenhusen
übergab mit
Zustimmung seiner Gemahlin Kunigunde und der Söhne Wernhard
und
Adalbero ein Gut in Sendling an das Kloster Schäftlarn und
zwar an
einen Abt namens Heinrich. Um 1249 übergab der Abt.
Heinrich von
Starcholtzhowen alle Herrschafts- und Besitzrechte über den
ganzen
Landsitz Neuhausen (Newenhusen) an den Bischof von Freising.
Als damals die bischöfliche Isarbrücke bei
Föhring abbrannte, wurde die
Salzstraße über die neue Isarbrücke bei
München verlegt. Dies wird als
erster Entwicklungsschritt für Neuhausen gewertet. Neuhausen
lag dann
an der kürzesten Zubringer-Straße von der neuen
Isarbrücke zum
Menzinger Sommerübergang über die Würm und
zum Amperübergang bei Dachau
an der Straße München - Augsburg. Dadurch gewann
Neuhausen an
wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Nach Aufzeichnungen des
Landgerichts Dachau gab es im Jahr 1468 ca. 25 Anwesen mit 150
Einwohnern. In den folgenden 350 Jahren wurde allerdings die
Einwohnerzahl und Größe kaum überschritten.
Die Gemeindebildung fand im
Jahr 1818 statt. Alter Ortskern war zu diesem Zeitpunkt an der
Winthirstraße (Winthirkirche). Neuhausen war zu Beginn des
19.
Jahrhunderts noch eine kleine bäuerlich-handwerkliche
Siedlung. Als ca.
1840 die Großstadt München immer mehr wuchs und
Richtung Neuhausen
vordrang, verlor das damalige Dorf langsam sein eigenständiges
Dasein.
Zählte man im Jahr 1839 noch ca. 400 Einwohner, stieg die Zahl
im Jahr
1888 aber bereits auf 11450. Der Name Neuhausen bedeutet “bei
den neuen
Häusern”.
Im Jahr 1890 wurde Neuhausen der Stadt München eingemeindet
und war
sodann ein Stadtviertel Münchens. Nun begann eine
ausgeprägte
Bautätigkeit. Es entstanden Schulbauten,
Krankenhäuser, Alten- und
Kinderheime, zwischen Neuhausen und Nymphenburg enstanden Villen und
ansehnliche Mietshäuser. Weiterhin enstanden ein
Kasernenviertel,
Bahnanlagen, Brauereien und Industrieanlagen.
Mit ca. 88.000 Einwohnern ist Neuhausen heute der
zweitgrößte
Stadtbezirk Münchens. Zentrum des Stadtteils ist heute der
Rotkreuzplatz.
Zahlreiche Bauten aus der Gründerzeit geben heute noch ein
schönes Bild ab.
Im Jahr 1899 wurde die Landgemeinde Nymphenburg mit Gern, die auch immer
mehr Bewohner bekamen, nach München eingemeindet. Die 3 Gemeinden
wurden zu einem Stadtbezirk zusammengefasst. Nach dem zweiten
Weltkrieg wurden Neuhausen, Nymphenburg und Gern zunächst auf
3 Stadtbezirke aufgeteilt. 100 Jahre später sind Neuhausen,
Nymphenburg und Gern wieder zu einem Stadtbezirk geworden, dem
Stadtbezirk 9.
Der Bezirk Neuhausen-Nymphenburg-Gern erstreckt sich vom Innenstadtrand im
Osten (Marsfeld) bis zum Schlosspark Nymphenburg im Westen und reicht
in seiner
Nord-Süd-Ausdehnung vom Olympiapark bis zu den Gleisanlagen
Hauptbahnhof-Pasing.
Quellen:
-
Neuhausen - Geschichte und Gegenwart, Heinrich Horn/Willibald Karl,
Hugendubel
-
Münchener Statistik, Jahrgang 1996, Heft 1
Mehr
zur Geschichte Neuhausens und zu Nymphenburg finden Sie in den
Heften und auf der Homepage der Geschichtswerkstatt Neuhausen:
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Auf
den Seiten der Stadt München findet man Seiten zum Kulturgeschichtspfad
in Neuhausen-Nymphenburg Man kann sich auch ein PDF herunterladen
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